Hokkaido Hund (Ainu-Ken) – Herkunft, Geschichte, Pflege, Kosten & Gesundheit
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Der Hokkaido Hund (Ainu-Ken) – Herkunft, Geschichte, Pflege & Wissenswertes
Der Hokkaido – auch Ainu-Ken oder Hokkaidō-Inu – ist eine seltene, robuste japanische Rasse mit starker Bindung, wachem Wesen und bemerkenswerter Ausdauer. Hier findest du alle Fakten von der Herkunft bis zur Ernährung.
Zuletzt aktualisiert: 04. Oktober 2025 · Lesezeit: ca. 12–15 Minuten
Herkunft
Der Hokkaido Hund stammt von der nördlichen japanischen Insel Hokkaido. Das raue Klima mit harten Wintern formte eine Rasse, die für Widerstandsfähigkeit, Stärke und Ausdauer steht. Historisch war der Hund eng mit den indigenen Ainu verbunden und diente als zuverlässiger Alltags- und Jagdbegleiter.
Geschichte
Als Jagdhund der Ainu bewährte sich der Hokkaido bei der Pirsch auf Großwild – unter anderem Bär und Wildschwein. Erste systematische Beschreibungen erfolgten im 19. Jahrhundert; 1937 wurde die Rasse in Japan zum Naturdenkmal erklärt. Außerhalb Japans ist sie bis heute selten, findet jedoch zunehmend Liebhaber.
Lebenserwartung
Die Lebenserwartung liegt im Schnitt bei 12–15 Jahren. Eine robuste Genetik und ein aktiver Lebensstil tragen dazu bei.
Kosten (Anschaffung & Haltung)
Anschaffung
Aufgrund der Seltenheit in Europa liegen Welpenpreise typischerweise bei 1.500–3.000 € – abhängig von Zuchtlinie, Papieren und Züchterreputation.
Laufende Kosten
- Futter, Versicherung, Grundbedarf: ca. 80–150 € / Monat
- Tierarzt (jährlich, je nach Bedarf): variabel
- Training/Equipment (optional): nach Nutzung
Verschiedene Zuchtlinien
In Japan existieren teils unterschiedliche Zuchtausrichtungen, die sich in Körperbau und Fellfarben spiegeln:
- Traditionelle Arbeitslinien: kräftig, kompakt, jagdlich belastbar.
- Showlinien: etwas leichter, stärker auf Exterieur ausgerichtet.
- Mischlinien: Balance aus Arbeits- und Showmerkmalen (in Europa häufiger).
Typische Krankheiten & Gesundheit
Der Hokkaido gilt als vergleichsweise gesund. Dennoch können – wie bei vielen Rassen – bestimmte Themen auftreten:
| Bereich | Hinweis |
|---|---|
| Hüftgelenke | Hüftdysplasie (HD) kommt vor; seriöse Zuchten lassen röntgenologisch prüfen. |
| Knie | Patellaluxation möglich, wenn auch eher selten. |
| Herz | Vereinzelt Herzerkrankungen im höheren Alter. |
| Augen | Erbliche Augenprobleme treten gelegentlich liniengebunden auf (Augenchecks ratsam). |
Tipp: Achte auf Gesundheitsnachweise (HD, Augen, ggf. Patella) und transparente Zuchtinformationen.
Pflege
Das dichte, wetterfeste Doppelhaar schützt hervorragend gegen Kälte und Nässe.
- Bürsten: 2–3× pro Woche, im Fellwechsel täglich.
- Baden: sparsam, um die natürliche Schutzschicht zu erhalten.
- Krallen & Zähne: regelmäßig kontrollieren und pflegen.
- Parasitenprophylaxe: ganzjährig mit Tierarzt abstimmen.
Farben
Beim Hokkaido kommen u. a. folgende Fellfarben vor: Weiß, Rot, Schwarz, Schwarz-Sesam, Brindle (gestromt), Grau. Besonders verbreitet sind rot und weiß.
Ernährung
Die Fütterung sollte an Aktivität, Alter und Gesundheitsstatus angepasst werden.
- Hochwertiges Alleinfutter (Trocken/Nass) mit hohem tierischen Proteinanteil.
- Frischfleisch/BARF ist möglich – ausgewogen und fachlich begleitet.
- Zusätze situationsabhängig (z. B. Fischöl für Haut/Fell, Gelenkunterstützung im Senioralter).
Auf ein normales Körpergewicht achten – der Hokkaido kann bei zu wenig Auslastung zunehmen.
Charakter & Eignung
Der Hokkaido ist intelligent, loyal, wachsam und besitzt eine enge Bindung zu seiner Familie. Gegenüber Fremden zeigt er sich häufig reserviert. Mit konsequenter, fairer Erziehung ist er ein verlässlicher Begleiter, jedoch eher für erfahrene Halter geeignet.
Bewegung & Beschäftigung
Ein Hokkaido braucht viel Bewegung und geistige Auslastung.
- Spaziergänge: täglich 2–3 Stunden insgesamt anpeilen.
- Sportarten: Agility, Zughundesport, Mantrailing passen gut zum Naturell.
- Gehirnarbeit: Nasenarbeit, Suchspiele, Tricktraining.
Verwandte Rassen & Einordnung
Der Hokkaido gehört zu den Spitzhunden. Verwandte japanische Rassen sind Akita Inu (größer), Shiba Inu (kleiner), Kai Ken (häufig gestromt) und Kishu Ken (oft weiß). Der Hokkaido zählt außerhalb Japans zu den seltensten Vertretern.
Kauf-Checkliste
- Züchterwahl: Nachweise zu HD/Patella/Augen, Transparenz über Linien und Gesundheitsprofil.
- Wesenstest & Prägung: Welpenprägung und Sozialisation im Familienumfeld.
- Haltungsbedingungen: Zeit für Bewegung/Training, sicher eingezäunter Garten von Vorteil.
- Budget: Anschaffung 1.500–3.000 €, monatlich 80–150 € (ohne Sonderkosten).
- Versicherung & Tierarzt: Haftpflicht, ggf. OP-/Krankenversicherung, regelmäßige Checks.
- Langfristige Bindung: 12–15 Jahre Verantwortung einplanen.
Disclaimer
Diese Inhalte dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine individuelle Beratung durch Züchter oder Tierärzte. Weitere Informationen sowie hochwertige Haustierprodukte findest du auf www.petsation.de.
FAQ zum Hokkaido Hund
Hier findest du häufig gestellte Fragen rund um den Hokkaido Hund. Die Antworten sind SEO-optimiert und helfen dir, die Rasse besser kennenzulernen.
1. Woher stammt der Hokkaido Hund?
Der Hokkaido stammt von der japanischen Insel Hokkaido. Dort lebte er ursprünglich bei den Ainu und wurde als Jagd- und Arbeitshund eingesetzt.
2. Wie alt wird ein Hokkaido Hund?
Die durchschnittliche Lebenserwartung des Hokkaido liegt bei 12 bis 15 Jahren. Gute Pflege und gesunde Ernährung können dies unterstützen.
3. Wie viel kostet ein Hokkaido Hund?
Ein Hokkaido Welpe kostet in Europa zwischen 1.500 und 3.000 Euro, abhängig von der Zuchtlinie, Papieren und dem Züchter.
4. Welche Fellfarben gibt es beim Hokkaido?
Der Hokkaido Hund kommt in verschiedenen Farben vor: Rot, Weiß, Schwarz, Schwarz-Sesam, Brindle und Grau.
5. Ist der Hokkaido ein Familienhund?
Ja, der Hokkaido kann ein treuer Familienhund sein, benötigt aber viel Auslastung und konsequente Erziehung. Mit Kindern ist er loyal und beschützend.
6. Wie pflegt man den Hokkaido Hund richtig?
Das Fell muss regelmäßig gebürstet werden, besonders im Fellwechsel täglich. Baden ist nur selten nötig, da das Fell eine natürliche Schutzschicht hat.
7. Wie viel Bewegung braucht ein Hokkaido?
Der Hokkaido ist sehr aktiv und benötigt täglich 2 bis 3 Stunden Auslauf sowie mentale Auslastung durch Training oder Suchspiele.
8. Welche typischen Krankheiten hat der Hokkaido?
Die Rasse ist robust, kann aber an Hüftdysplasie, Patellaluxation oder erblichen Augenkrankheiten leiden. Seriöse Zuchten minimieren das Risiko.
9. Was frisst ein Hokkaido Hund?
Ein Hokkaido sollte mit hochwertigem Futter oder BARF ernährt werden. Wichtig sind Proteine, gesunde Fette und eine ausgewogene Nährstoffversorgung.
10. Ist der Hokkaido für Anfänger geeignet?
Nein, diese Rasse eignet sich eher für erfahrene Halter. Der Hokkaido ist intelligent, selbstständig und benötigt konsequente Führung.
11. Wie groß wird ein Hokkaido Hund?
Rüden erreichen eine Schulterhöhe von etwa 48–52 cm, Hündinnen sind etwas kleiner mit 45–49 cm.
12. Wie viel wiegt ein Hokkaido?
Das Gewicht liegt in der Regel zwischen 20 und 30 Kilogramm, abhängig von Geschlecht und Linie.
13. Bellt der Hokkaido Hund viel?
Der Hokkaido ist wachsam und meldet Fremde zuverlässig. Er bellt nicht übermäßig, kann aber territorial reagieren.
14. Welche Sportarten eignen sich für den Hokkaido?
Geeignet sind Agility, Mantrailing, Zughundesport und lange Wanderungen. Diese Rasse liebt Herausforderungen und Bewegung.
15. Gibt es den Hokkaido in Deutschland?
Ja, es gibt einige wenige Züchter in Deutschland. Aufgrund der Seltenheit sind Wartezeiten möglich, Zuchtvereine geben hierzu Auskunft.