Ein eleganter Azawakh mit rotbraunem, glänzendem Fell steht aufrecht in einer weiten Wüstenlandschaft bei Sonnenuntergang. Im Hintergrund leuchten Sanddünen und ein ruhiger Himmel – die Szene strahlt Anmut und Stärke aus.

Azawakh – Herkunft, Charakter, Pflege & Haltung des edlen Windhunds

Herkunft, Geschichte, Linien, Lebenserwartung, Kosten, Gesundheit, Pflege, Farben, Ernährung, Eignung für Halter, Beschäftigung & FAQs – der große Ratgeber.


Azawakh – eleganter, seltener Windhund mit Ursprung in Westafrika.

Herkunft & Geschichte

Der Azawakh stammt aus dem Azawakh-Tal in Westafrika (Mali, Niger, Burkina Faso). Über Jahrhunderte lebte er mit den Tuareg-Nomaden als Wach-, Jagd- und Begleithund. Seine Aufgaben reichten vom Schutz der Zelte und Herden bis zur Jagd auf Antilopen und Hasen.

In Europa wurde er in den 1970er Jahren bekannt, zunächst in Frankreich. Zuchtprogramme legten großen Wert auf die Erhaltung des ursprünglichen Typs und Temperaments.

Verschiedene Linien & Typen

Afrikanische Linie

  • Sehr schlank, hochbeinig, minimaler Fettanteil
  • Ursprüngliches Temperament: wachsam, unabhängig, ausgeprägter Jagdtrieb
  • Naturnahe Farben, hervorragende Hitzeverträglichkeit

Europäische Linie

  • Etwas kräftigerer Körperbau
  • Teilweise sanfteres Sozialverhalten, häufiger Ausstellungstyp
  • Leicht angepasste Verträglichkeit im urbanen Umfeld

Lebenserwartung

Der Azawakh gilt als robuster Windhund mit einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 12–15 Jahren. Bei artgerechter Haltung sind Einzelfälle darüber möglich.

Kosten: Anschaffung & Haltung

Posten Richtwert
Anschaffung (seriöser Züchter) 1.800–3.000 €
Erstausstattung 300–500 €
Monatliche Haltung 100–200 €
Routine Tierarzt/Impfungen p.a. 150–300 €

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Gesundheit & typische Krankheiten

Insgesamt ist der Azawakh eine vergleichsweise gesunde Rasse. Achte dennoch auf:

  • Herzgesundheit (selten Kardiomyopathien) – regelmäßige Checks
  • Autoimmun-Themen in einigen Linien (Haut/Gelenke)
  • Hautempfindlichkeit durch dünnes Fell
  • Kälteempfindlichkeit aufgrund geringer Fettreserven

Prävention: angepasste Ernährung, kontrollierte Belastung, Jahres-Check beim Tierarzt.

Pflege

  • Fell: 1× wöchentlich mit feuchtem Tuch/Gummihandschuh abwischen
  • Zähne/Ohren: regelmäßig reinigen und kontrollieren
  • Krallen: bei Bedarf kürzen
  • Wärme: Wintermantel und zugluftfreie Ruheplätze

Farben

Typische Farben: sand, hellrot bis rotbraun, gestromt, creme, sowie weiß mit Abzeichen (Brust, Pfoten, Schwanzspitze).

Ernährung

Der Azawakh besitzt einen schnellen Stoffwechsel und reagiert oft sensibel auf Futterwechsel. Bewährt haben sich:

  • Hochwertiges, proteinreiches Futter, eher fettarm, möglichst getreidefrei
  • Leicht verdauliche Proteinquellen (Geflügel, Lamm, Fisch)
  • Mehrere kleine Portionen statt einer großen
  • Omega-3 (Haut/Fell), bei BARF tierärztlich planen

Bewegung & Beschäftigung

Als Windhund liebt der Azawakh das Sprinten – aber in sicheren Freilaufzonen. Ergänze dies durch:

  • Coursing/Windhundtraining (kontrolliert)
  • Impulskontrolle, Nasenarbeit, ruhige Denksportaufgaben
  • Rückzugszeiten zur Reizreduktion

Familienfreundlichkeit & Alltag

Er bindet sich stark an seine Bezugsperson, ist gegenüber Fremden oft reserviert. In ruhigen Haushalten kann er sich wohlfühlen; Hektik und ständige Unruhe stressen ihn. Mit hundeerfahrenen, respektvollen Kindern ist Zusammenleben möglich.

Eignung – nur für erfahrene Hundehalter?

Ja. Der Azawakh ist kein Anfängerhund. Er ist eigenständig, sensibel, wachsam und jagdlich motiviert. Er benötigt souveräne, geduldige Menschen, die Windhundsignale lesen können, Training kleinschrittig aufbauen und für ausreichend Sicherheit/Struktur sorgen.

Kurzfazit: Für erfahrene Halter wird der Azawakh ein treuer, faszinierender Partner – für Einsteiger ist die Rasse in aller Regel nicht geeignet.

FAQ zum Azawakh

Wie alt wird ein Azawakh?

Meist 12–15 Jahre, mit guter Pflege teils länger.

Woher stammt der Azawakh?

Aus dem Azawakh-Tal in Westafrika; traditioneller Begleiter der Tuareg.

Ist er für Anfänger geeignet?

Nein, er richtet sich an erfahrene Hundehalter.

Wie viel Auslauf braucht er?

Tägliche Bewegung, sicherer Freilauf und mentale Auslastung.

Was kostet ein Welpe?

Circa 1.800–3.000 € bei seriösen Züchtern.

Wie pflegeintensiv ist er?

Geringe Fellpflege, aber Aufmerksamkeit für Zähne, Ohren und Krallen.

Welche Farben sind typisch?

Sand, rotbraun, gestromt, creme, Weiß mit Abzeichen.

Gibt es rassetypische Krankheiten?

Insgesamt robust; vereinzelt Herz- oder Autoimmun-Themen.

Wie füttert man ihn optimal?

Hochwertig, proteinreich, leicht verdaulich, eher fettarm; mehrere kleine Mahlzeiten.

Ist er kinderfreundlich?

Bedingt – ruhige, respektvolle Kinder und klare Regeln sind Voraussetzung.

Stadtgeeignet?

Mit Management, ausreichend Auslauf und Ruheplätzen – ja.

Kann er allein bleiben?

Nur langsam aufbauen; er bindet sich eng und reagiert sensibel auf Trennung.

Braucht er im Winter Schutz?

Ja, er friert schnell – Mantel empfohlen.

Welche Aktivitäten passen?

Coursing, kontrolliertes Sprinten, Nasenarbeit, Impulskontrolle.

Welche Linie passt zu mir?

Afrikanische Linie: ursprünglicher, unabhängiger; europäische Linie: etwas sanfter/kräftiger – Beratung durch seriöse Züchter nutzen.

Disclaimer

Dieser Beitrag dient ausschließlich Informationszwecken. Weitere Infos sowie hochwertige Haustierprodukte findest du auf www.petsation.de.

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