Foxterrier (Glatthaar & Drahthaar) – Herkunft, Charakter, Pflege & Kosten im Ratgeber
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Lesedauer: ca. 10–12 Min · Aktualisiert: 04.10.2025
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Herkunft & Geschichte
Der Foxterrier gehört zu den traditionsreichsten britischen Jagdhunden. Bereits im 18. Jahrhundert wurde er für die Fuchsjagd selektiert – daher der Name aus „Fox“ (Fuchs) und „Terrier“ (Erdhund). Die Aufgabe: Wild aus dem Bau sprengen, ausdauernd suchen und entschlossen anzeigen.
- Glatthaar-Foxterrier: Vermutlich mit glatthaarigen Rassen wie Beagle und Bullterrier veredelt; elegant, kurzhaarig, äußerst wendig.
- Drahthaar-Foxterrier: Späterer Zuchtzweig mit rauem, wetterfestem Haarkleid und dichter Unterwolle – gezüchtet für Robustheit im Revier.
Vom britischen Landadel geschätzt, fand der Foxterrier schnell internationale Verbreitung – zunächst als Jagdhelfer, später auch als aufmerksamer Begleiter in aktiven Familien.
Erscheinungsbild, unterschiedliche Arten & Farben
Foxterrier sind kompakte, hochbeinige Terriers mit viel Ausstrahlung, dunklen, wachen Augen und muskulösem Körperbau.
Glatthaar vs. Drahthaar
- Glatthaar: Kurzes, dicht anliegendes Fell, pflegeleicht, wirkt sehr elegant.
- Drahthaar: Raues, drahtiges Deckhaar mit Unterwolle; benötigt regelmäßiges Trimming, schützt hervorragend vor Witterung.
Typische Farben
Weiße Grundfarbe mit schwarzen, braunen oder lohfarbenen Abzeichen ist Standard; reinweiß kommt seltener vor.
Lebenserwartung
Mit guter Pflege erreichen Foxterrier 12–15 Jahre, einzelne Tiere auch darüber hinaus. Bewegung, Zahnpflege und regelmäßige Checks sind lebensverlängernd.
Kosten & Anschaffung
Die Gesamtkosten setzen sich aus Anschaffung, laufender Versorgung und Rücklagen zusammen.
| Posten | Orientierung | Hinweis |
|---|---|---|
| Züchterpreis | 1.200–2.000 € | Abhängig von Linie, Papieren, Fellvariante |
| Monatliche Kosten | 80–150 € | Futter, Versicherung, Pflege, Rücklagen |
| Startausstattung | 200–500 € | Leine, Geschirr/Halsband, Bett, Näpfe, Spielzeug |
| Tierarzt/Jahr | variabel | Impfungen, Prophylaxe, ggf. Zahnreinigung |
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Gesundheit & typische Krankheiten
Foxterrier gelten als robust. Dennoch treten folgende Themen vermehrt auf:
- Haut & Allergien: Jucken/Hot Spots bei sensibler Haut; regelmäßiges Bürsten und schonende Pflege helfen.
- Augen: Katarakt, Linsenluxation kommen vor – jährlicher Augencheck empfohlen.
- Neurologie: Gelegentlich genetische Epilepsie – Tierarzt abklären, Anfälle dokumentieren.
- Orthopädie: Patellaluxation (Kniescheibe) – auf moderates Gewicht und Muskelaufbau achten.
- Gehör: Bei sehr hellen/weißen Hunden kann Taubheit auftreten – BAER-Test beim Züchter erfragen.
Prophylaxe: Gewichtskontrolle, Zahnhygiene, Parasitenmanagement, angepasste Bewegung und Routine-Checks.
Verschiedene Linien & Zuchtziele
Heutige Zucht unterscheidet grob zwischen Arbeits- und Showlinien:
- Arbeitslinien: Ausgeprägter Jagd- und Beutetrieb, sehr hohes Aktivitätsniveau; ideal für sportliche, erfahrene Halter.
- Showlinien: Etwas ruhiger, stärker am Standard orientiert; als Begleithund leichter zu managen – dennoch arbeitsfreudig.
Worauf achten? Gesundheitsuntersuchungen, Wesenstests, transparente Aufzuchtbedingungen und seriöse Zuchtvereinsanbindung.
Pflege & Haltung
Fellpflege
- Glatthaar: 1–2× wöchentlich bürsten; gelegentliches Bad, wenn notwendig.
- Drahthaar: Regelmäßiges Handstripping/Trimming, um Verfilzungen zu vermeiden und Fellqualität zu erhalten.
Bewegung & Auslastung
Tägliche lange Spaziergänge, Dummy- oder Nasenarbeit, Apportieren und Tricktraining. Unterforderung führt schnell zu unerwünschtem Verhalten.
Wohnsituation
Wohnungshaltung ist möglich, wenn die Auslastung stimmt. Ein gesicherter Garten ist ein Plus.
Ernährung
Eine ausgewogene, proteinbetonte Kost unterstützt Muskulatur und Vitalität.
- Qualität: Hoher Fleischanteil (≈60 %+), klare Deklaration.
- Ergänzungen: Verträgliches Gemüse, Pseudogetreide/Kartoffel; Omega-3 für Haut & Fell.
- Portionskontrolle: Foxterrier neigen bei zu wenig Bewegung zu Gewichtszuwachs.
- Wasser: Immer frisch verfügbar.
Charakter & Erziehung
Intelligent, mutig, verspielt – und manchmal stur. Konsistente, faire Führung ist entscheidend.
- Grunderziehung: Rückruf, Leinenführigkeit, Impulskontrolle früh aufbauen.
- Sozialisation: Positive Begegnungen mit Menschen/Hunden; Jagdtrieb kontrollierbar machen.
- Mentale Arbeit: Clickertraining, Trickdogging, Mantrailing, Suchspiele.
Familienhund? Ja – bei konsequenter Erziehung, klaren Regeln und ausreichend Beschäftigung. Kinder sollten respektvollen Umgang lernen.
Fazit: Für wen eignet sich der Foxterrier?
Der Foxterrier – ob Glatt- oder Drahthaar – passt hervorragend zu aktiven Menschen, die gerne trainieren und draußen unterwegs sind. Für Couch-Potatoes ist er weniger geeignet; wer jedoch seine Energie in geordnete Bahnen lenkt, bekommt einen treuen, wachsamen und charmanten Partner.
Disclaimer
Diese Inhalte ersetzen keine individuelle tierärztliche Beratung. Ausführliche Guides, persönliche Tipps sowie hochwertige Haustierprodukte findest du auf www.petsation.de.
Häufige Fragen zum Foxterrier (FAQ)
Wie alt wird ein Foxterrier im Durchschnitt?
Die Lebenserwartung liegt in der Regel zwischen 12 und 15 Jahren. Mit guter Pflege, gesunder Ernährung und ausreichend Bewegung können manche Foxterrier auch älter werden.
Worin unterscheiden sich Glatthaar- und Drahthaar-Foxterrier?
Der Glatthaar-Foxterrier hat ein kurzes, glattes Fell, das pflegeleicht ist. Der Drahthaar-Foxterrier besitzt ein drahtiges, wetterfestes Haarkleid mit Unterwolle, das regelmäßig getrimmt werden muss.
Sind Foxterrier gute Familienhunde?
Ja, Foxterrier sind familienfreundlich, verspielt und kinderlieb. Sie benötigen jedoch klare Regeln, konsequente Erziehung und viel Auslastung.
Wie viel Bewegung braucht ein Foxterrier?
Foxterrier sind sehr aktive Hunde. Sie benötigen täglich mindestens 2 Stunden Bewegung kombiniert mit geistiger Auslastung wie Apportier- oder Suchspielen.
Welche typischen Krankheiten treten bei Foxterriern auf?
Zu den häufigeren Erkrankungen zählen Augenprobleme (Katarakt, Linsenluxation), Patellaluxation, genetische Epilepsie sowie gelegentlich Hautallergien.
Wie viel kostet ein Foxterrier vom Züchter?
Die Preise liegen je nach Linie und Papieren zwischen 1.200 und 2.000 Euro. Hinzu kommen monatliche Kosten für Futter, Pflege und Tierarzt von etwa 80 bis 150 Euro.
Wie pflegt man das Fell eines Foxterriers richtig?
Der Glatthaar-Foxterrier wird 1–2× wöchentlich gebürstet. Der Drahthaar-Foxterrier muss regelmäßig per Hand getrimmt werden, damit das Fell gesund bleibt und nicht verfilzt.
Welche Farben sind beim Foxterrier erlaubt?
Die Grundfarbe ist meist weiß mit schwarzen, braunen oder lohfarbenen Abzeichen. Reinweiße Tiere kommen vor, sind aber seltener.
Ist der Foxterrier ein Jagdhund?
Ja, der Foxterrier wurde ursprünglich speziell für die Fuchsjagd gezüchtet. Er besitzt daher einen ausgeprägten Jagdtrieb, der in der Erziehung berücksichtigt werden sollte.
Was frisst ein Foxterrier am besten?
Ein Foxterrier benötigt hochwertiges Hundefutter mit hohem Fleischanteil (mindestens 60 %), ergänzt durch Gemüse und gesunde Fette. Wasser sollte immer frisch bereitstehen.
Kann ein Foxterrier in einer Wohnung gehalten werden?
Ja, Foxterrier können in Wohnungen gehalten werden, solange sie genügend Bewegung und geistige Beschäftigung bekommen. Ein Garten ist von Vorteil, aber keine Pflicht.
Wie viel Auslauf braucht ein Foxterrier-Welpe?
Welpen sollten noch nicht überlastet werden. Mehrere kurze Spieleinheiten und Spaziergänge über den Tag verteilt sind ideal. Die Faustregel: wenige Minuten Bewegung pro Lebensmonat.
Wie erzieht man einen Foxterrier richtig?
Foxterrier sind intelligent, aber auch stur. Sie brauchen konsequente, liebevolle Erziehung, frühe Sozialisierung und geistige Herausforderungen wie Clickertraining oder Nasenarbeit.
Sind Foxterrier mit anderen Haustieren verträglich?
Mit guter Sozialisation können sie sich mit anderen Hunden und Katzen verstehen. Aufgrund ihres Jagdtriebs ist Vorsicht bei Kleintieren geboten.
Wie lange kann ein Foxterrier allein bleiben?
Foxterrier sind anhängliche Hunde und bleiben ungern lange allein. Mit Training können sie ein paar Stunden alleine zu Hause bleiben, sollten aber nicht täglich übermäßig lange allein gelassen werden.